BB: “Es war Sonntag, kurz nach 21 Uhr – der Abend bevor Karl-Theodor zu Guttenberg von CSU-Chef Horst Seehofer als neuer Bundeswirtschaftsminister vorgestellt wurde. In zu-Guttenbergs-Wikipedia-Eintrag fielen mir die zahlreichen Vornamen des adeligen Politikers auf. Ich fragte mich, ob es jemand merken würde, wenn ich zu der langen Namensliste einfach einen weiteren hinzufügen würde. Es stellte sich heraus: Niemand merkte es – und etliche Online-Medien, Zeitungen und Fernsehsender schrieben meine Erfindung ungeprüft ab.”
Niggemeier: “Die Medien, die da allesamt auf einen Witzbold hereingefallen sind, der den Wikipedia-Eintrag des neuen Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in einem kleinen Detail verändert hat, sind übrigens im Zweifelsfall dieselben, die Ihnen morgen wieder erzählen, dass wir deshalb auch in Zukunft nicht auf Zeitungen und etablierte Medien verzichten können, weil in ihnen im Gegensatz zum bösen Internet verlässliche, überprüfte Informationen stehen.”
SO: “Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg heißt er. Über diese Personalie berichtete Spiegel Online am Montag um 11.14 Uhr, wenige Minuten nach seiner Präsentation als designierter Minister, unter der Überschrift ‘Der Frankenblitz‘. - Allerdings hat sich dabei ein Fehler eingeschlichen. Den zehn Vornamen wurde ein elfter hinzugefügt: Wilhelm. Und der ist falsch. – Hintergrund: Ein Fälscher, der sich inzwischen in einem Blog damit brüstet, hatte in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia den Guttenberg-Eintrag verändert. Und Spiegel Online ist auf diese Fälschung hereingefallen. … Spiegel Online wird künftig noch sorgfältiger recherchieren. Wikipedia bleibt für uns eine wichtige Quelle, darf aber für journalistische Arbeit nie die einzige Quelle sein.“
Bei der SZ wird die Wikipedia zum Vandalen: “Denn der ebenso eichenfurnierten Internet-Enzyklopädie Wikipedia gefiel es, den Namenskonvoi des frisch gebackenen Ministers aufzumischen und einen Wilhelm hineinzuschmuggeln, wo zuvor niemals ein Wilhelm war.”
[...] am on February 12, 2009 | # | Tags: .DE, Journalismus, Medien, Netz, Print, Web, Wikipedia Wilhelm und die Medien: Niggemeier und BildBlog fassen Reaktionen zusammen; http://tr.im/fwd6 – [...]
Gerrit Eicker 08:48 on 11. February 2009 Permalink |
BB: “Es war Sonntag, kurz nach 21 Uhr – der Abend bevor Karl-Theodor zu Guttenberg von CSU-Chef Horst Seehofer als neuer Bundeswirtschaftsminister vorgestellt wurde. In zu-Guttenbergs-Wikipedia-Eintrag fielen mir die zahlreichen Vornamen des adeligen Politikers auf. Ich fragte mich, ob es jemand merken würde, wenn ich zu der langen Namensliste einfach einen weiteren hinzufügen würde. Es stellte sich heraus: Niemand merkte es – und etliche Online-Medien, Zeitungen und Fernsehsender schrieben meine Erfindung ungeprüft ab.”
Niggemeier: “Die Medien, die da allesamt auf einen Witzbold hereingefallen sind, der den Wikipedia-Eintrag des neuen Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in einem kleinen Detail verändert hat, sind übrigens im Zweifelsfall dieselben, die Ihnen morgen wieder erzählen, dass wir deshalb auch in Zukunft nicht auf Zeitungen und etablierte Medien verzichten können, weil in ihnen im Gegensatz zum bösen Internet verlässliche, überprüfte Informationen stehen.”
Gerrit Eicker 13:04 on 11. February 2009 Permalink |
SO: “Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg heißt er. Über diese Personalie berichtete Spiegel Online am Montag um 11.14 Uhr, wenige Minuten nach seiner Präsentation als designierter Minister, unter der Überschrift ‘Der Frankenblitz‘. - Allerdings hat sich dabei ein Fehler eingeschlichen. Den zehn Vornamen wurde ein elfter hinzugefügt: Wilhelm. Und der ist falsch. – Hintergrund: Ein Fälscher, der sich inzwischen in einem Blog damit brüstet, hatte in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia den Guttenberg-Eintrag verändert. Und Spiegel Online ist auf diese Fälschung hereingefallen. … Spiegel Online wird künftig noch sorgfältiger recherchieren. Wikipedia bleibt für uns eine wichtige Quelle, darf aber für journalistische Arbeit nie die einzige Quelle sein.“
Gerrit Eicker 14:18 on 11. February 2009 Permalink |
Bei der SZ wird die Wikipedia zum Vandalen: “Denn der ebenso eichenfurnierten Internet-Enzyklopädie Wikipedia gefiel es, den Namenskonvoi des frisch gebackenen Ministers aufzumischen und einen Wilhelm hineinzuschmuggeln, wo zuvor niemals ein Wilhelm war.”
Wilhelm II. « Wir sprechen Online. 09:59 on 12. February 2009 Permalink |
[...] am on February 12, 2009 | # | Tags: .DE, Journalismus, Medien, Netz, Print, Web, Wikipedia Wilhelm und die Medien: Niggemeier und BildBlog fassen Reaktionen zusammen; http://tr.im/fwd6 – [...]