Re:formation

(Google) News: re:publica = Digitale Gesellschaft VS. das Echte, das Gute, das Wahre; http://eicker.at/Reformation #rp11

Schaut man in den Googleschen Spiegel, besteht zwischen re:publica 2011 und ‘derDigitalen Gesellschaft Einheit, Identität, Personalunion: Re:publica – die digitale Gesellschaft tagt*, schöne Grüße, Ihre Internet-Lobby*. Eine Lobby für digitale Bürgerrechte*, eine Lobby für Nutzerrechte in der digitalen Welt*, eine Art Greenpeace für Internetschützer*. Und der Internet Erklärer* befragt das Internet*. Herzlichen Glückwunsch, Digitale Gesellschaft!*

Nerds und Geeks bleiben lieber unter sich.* Digitale Gesellschaft versus Gesellschaft Digital.* Wir brauchen mehr. Wir sind konservative Angstbeißer.* Jetzt als: old school Klüngelgesellschaft e.V.* organisiert und zwar mit Alleinvertretungsanspruch* in der Echobox*!

Liebe Veranstalter, macht Euch bitte klar, worum es bei der re:publica geht: Menschen. Das Klassentreffen und die heterogenen Themen machten die re:publica einst zu dem, was sie heute sein will. Monothematik (Gesellschaft, Politik, Feminismus) machen das nicht besser. Ich wollte auf eine Bloggerkonferenz fahren und nicht auf eine Selbsthilfetour für notorische Internetdiskutierer. Wo waren die Fakten? Wo waren geile Daten und Studien?”* [Elcario]

“Was ich vermisst habe: Das war so professionell organisiert, so etabliert, so gut ausgesteuert und nett ausgeleuchtet, so selbstreferenziell wie viele große Business-Veranstaltungen mit wichtigen Keynote-Speakern in der ersten und nicht ganz so wichtigen Speakern in der zweiten Reihe und lockeren Podiumsdiskussionen und noch lockereren Begegnungen in der Kaffeepause. Ich hatte es mir irgendwie … experimenteller, spontaner vorgestellt. … Was ich gesehen habe: Sehr gute, sehr schlechte und sehr mittelmäßige Panels. Die ganze Bandbreite.* [PR-Doktor]

Währenddessen… erzählen die Blogdinosaurier vom Krieg und den nachfolgenden Hungerjahren. Ja, damals, als wir uns unsere CM- und Blogsystem noch selbst programmiert haben. Das waren harte Zeiten. Da haben wir schrottige Kurzgeschichten veröffentlicht. Und ist es heute besser? Fast. Die Nervereien sind die gleichen geblieben: Dreckskommentatoren. … ‘Irgendwann hat die Schere im Kopf angefangen, weil es so erwartbar war, was dann an Kiritk kam. Ohne Kommentare ist man freier.’* [@rp11live]

Und was kommt jetzt? Eine Fusion von re:publica, Next, Berlin Web Week? Die digitale Gesellschaft wird’s richten…